Dauerholz: Heimische Wälder statt Tropen

Materialkunde, Wissenswertes

Ein ökologisch behandeltes Naturprodukt

Dauerholz kommt nicht zuletzt bei Außenterrassen zum Einsatz. Denn es ist besonders robust gegen Wind und Wetter.

Dauerholz, die nachhaltige Alternative zum Tropenholz

Traditionell bestehen Terrassendielen aus Tropenholz. Denn dieses teilt von Natur aus die angedeuteten Vorzüge von Dauerholz. Nur gibt es dabei mehrere Haken.

Ein Vergleich mit Tropenholz

Oft stammt Tropenholz aus Regionen ohne ressourcenschonende Forstwirtschaft. Häufig sind die Arbeitsbedingungen dort schlecht. Und der Regenwald ist ohnehin schon stark geschrumpft.

Dauerholz beruht hingegen auf heimischen Beständen. In einem speziellen, patentgeschützten Verfahren werden sie mit Wachs durchtränkt. Dadurch erhalten sie einen bis in die Tiefe reichenden Schutz gegen Nässe. So werden sie auch immun gegen Pilzbefall.

Ihre Festigkeit bewahren die mitteleuropäischen Hölzer dabei. Oft überbieten sie nach der Behandlung sogar die Vorzüge von Tropenhölzern.

Die Grundlage sind Kiefern, meist Wald-Kiefern. Alternative heimische Basishölzer sind in Prüfung.

Einige Vorzüge

Dauerholz ist ein geschützter Markenname. Es weist durchschnittlich eine Feuchtigkeit von gerade einmal 6 Prozent auf. Dank dem Wachs schwindet und quillt es weit weniger als andere Hölzer. Somit ist es besonders stabil und beständig zugleich.

Unbehandelte Waldkiefern sind bereits ziemlich robust. Das tiefgehende Wachsen erhöht sowohl die Druckresistenz wie auch die Oberflächenhärte jeweils um bis zu ca. 30 Prozent.

Das patentierte Verfahren hat zudem einen Vorteil gegenüber Thermoholz. Letzteres bezeichnet wärmebehandelte Hölzer. Das Ziel bilden auch hier Schädlingsresistenz und Vermeiden von Schwinden und Quellen. Das geht jedoch oft mit einem Verlust an Festigkeit einher. Nicht so bei dem mit Wachs behandelten Spezialholz. Und sogar das verwendete Wachs selbst ist hitzebeständig.

Ferner sind Bodenbeläge aus dem speziellen Holz überdurchschnittlich rutschfest. Auch ist das Material nicht übermäßig entzündlich.

Das eingesetzte Wachs stammt ebenfalls aus den hiesigen Breitengraden. Und bei der Fertigung fallen weder umweltbelastende noch giftige Stoffe ab. Zumal das Wachs den Vorschriften der Lebensmittelindustrie genügt.

Terrassendielen

Terrassendielen aus Dauerholz sind rissfrei. Somit eignen sie sich nicht nur besonders gut für den Außenbereich. Sie haben außerdem eine besonders ansprechendes Erscheinungsbild.

Dabei weisen auch diese Dielen typische und beliebte Holzmuster wie auf. Etwa infolge von vormals abgehenden Zweigen oder von Harz-Kammern.

Die hohe Stabilität ermöglicht sogar das Fertigen von überlangen Dielen. Die Stabilität macht freilich ein Vorbohren notwendig.

Klammern, nageln und verschrauben lässt sich das besondere Holz einwandfrei. Schleifen können Sie es hingegen nicht. Gerade, aber nicht nur für draußen sollten Terrassenschrauben in Edelstahl gewählt werden. Näheres erfahren Sie auf der Seite des Patent-Inhabers.

Fazit

Dauerholz ist eine echte Alternative zu tropischen Hölzern. Es schont nicht nur den Regenwald. Ferner ist es auch mindestens so stabil und resistent wie Tropenholz.

3.1/5 - (41 Bewertung/en)

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  1. Terrassenholz - Holzarten für die Terrasse - Theo Schrauben Blog - […] gibt es auch noch diverse Behandlungen chemischer Art. Wir hatten bereits über eine Anwendung bei Dauerholz berichtet. Es gibt…

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