Da wir inzwischen auch die passenden Produkte zu Holzlasur und Holzlack im Sortiment führen und viele Kunden-Fragen zu den Unterschieden eingehen, wird es Zeit für den passenden Ratgeber. Auch wenn es momentan noch etwas kälter ist, schadet es niemandem, sich auf das Frühjahr vorzubereiten und alles zum Thema Lack und Lasur und deren Unterschieden zu lernen. So gelingt der nächste Anstrich garantiert.

Holzschutz – der richtige Schutz für die Holzkonstruktion

Gerade Holz im Außenbereich unterliegt ständigen Einflüssen von Wind und Wetter. Dabei machen dem Holz nicht nur Wind und Regen zu schaffen, sondern auch UV-Strahlung, mechanische Belastungen und Störenfriede wie Pilze, Bakterien, Insekten und Algen. Wer hier sein Holz nicht pflegt, der hat schnell eine unschöne Baukonstruktion im Garten. Doch auch dafür gibt es die passende Antwort in Form von Holzschutzmitteln. Aber Holzschutzmittel kann viel mehr, als nur das Holz zu schützen, es ist auch ein wesentlicher Aspekt zur Verschönerung in Form von Optik und Farbe. Dabei gibt es durchscheinende und deckende Farben, auch ungewöhnliche Farben mit Glanzeffekten.

Damit unser Holz eine möglichst lange Lebensdauer hat, wählen wir das richtige Holzschutzmittel. Wir haben uns für unsere Lieblingsfarbe entschieden und stehen nun vor der Qual der Wahl, ob es Holzlack oder doch eine Lasur werden soll.

Die Farbgebung – deckend oder durchscheinend?

Beginnen wir doch gleich bei der eindeutig uneindeutigen Unterscheidung von Lasuren und Lacken – nämlich einem deckenden oder durchscheinenden Farbton. Grundsätzlich sagt man, dass eine Lasur stets durchscheinend ist und man die Holzmaserung unter der Lasur sieht. Doch es gibt auch transparenten Lack und genauso Dickschichtlasuren, welche auch deckend sind, daher ist diese Unterteilung gar nicht so eindeutig wie auf den ersten Blick gedacht.

Über das Aussehen des Anstrichs entscheiden Füllstoffe und Pigmente, welche in den Beschichtungen vorhanden sind. Eine klassische Lasur hat viel weniger Feststoffe, daher wirkt diese in den meisten Fällen durchscheinend. Was nicht darauf schließen lässt, dass Lasuren zwangsläufig klar oder farblos sind. Die Farbenhersteller bieten mit ihren modernen Produkten Lasuren in den unterschiedlichsten Farbtönen an. In der Regel ist eine leicht transparente Optik gewünscht, so dass man die Holzmaserung noch unter der Farbe erkennt.

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Der größte Unterschied zwischen Lasur und Lack

Beinahe hätte man denken können, dass es gar keine Unterschiede gibt, sondern sich jemand einen schlechten Scherz bei der Namensgebung erlaubt hätte. Dem ist nicht so. Lasuren ziehen tief in das Holz ein. Ein echter Holzlack bildet eine Oberflächenschicht, welche farblich deckend oder durchscheinend sein kann. Doch wie man wahrscheinlich vermuten konnte, gibt es auch hier Produkte, bei denen die Grenzen verschwimmen.

Das beste Beispiel ist hier der Klarlack. Er ist völlig transparent und verglichen mit der Lasur bildet eine dickere Oberflächenschicht. Auch auf der Seite der Lasuren gibt es ein Produkt, es nennt sich Dickschichtlasur. Dieses bildet durch seine hohe dichte an Feststoffen eine ziemlich dicke Schicht auf dem Holz, welche wasserabweisend ist. Egal ob Lack oder Lasur, je dicker die Schicht der Behandlung ist, desto leichter platzt die Farbe ab.

Inhaltsstoffe von Lack und Lasur

Jetzt, wo wir festgestellt haben, dass die Unterschiede nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich sind, legen wir noch einen drauf. Denn Lack und Lasur unterschieden sich auch bei den Inhaltsstoffen weniger als man denkt. Die drei Bestandteile die hauptsächlich verwendet werden, sind Lösemittel, Bindemittel und Farbpigmente. Lösemittel sind nach dem Anstrich, sobald die Farbe getrocknet ist, auch schon wieder verdunstet. Zurück bleibt der filmbildende Feststoff, sprich Bindemittel, Füllstoff und unter Umständen Hilfsmittel.

Hilfsmittel sind Verdicker, Weichmacher, Gleitmittel und Härter, oder Schutzmittel wie Biozide und Fungizide. Es ist nicht weiter schlimm, wenn das Lösemittel verfliegt, denn es sorgt nur dafür, dass der Stoff, der den Film bildet, dünnflüssig bleibt. Sowohl bei Lack, als auch der Lasur kommen meistens als Lösemittel Alkyde zur Anwendung.

Inzwischen ist die Industrie aber deutlich weiter und bietet extrem gute Produkte ohne Alkyde-Lösemittel an, hierbei handelt es sich um wasserbasierte Lösemittel wie Acryle.

Wann brauche ich einen Lack und wann eine Lasur?

Grundsätzlich können Sie fast alle Arbeiten mit einer Lasur bewerkstelligen. Im Außenbereich werden in der Regel Lasuren verwendet, da sie diffusionsoffen sind. Kleine Ausnahmen sind beispielsweise Fenster. Im Innenbereich kann man Lacke verwenden, aber auch hier ist es möglich die Lasur zu nutzen.

Lack oder Lasur – wo liegt der Unterschied?
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