Ankerstangen

Ankerstangen sind im Grunde vorgeschnittene Gewindestangen, welche mit Scheiben und einer Mutter versehen sind. Sie dienen zur Montage in Verbindung mit einem Verbundanker oder mit Injektionsmörtel. Dabei ist praktischer Weise die erforderliche Setztiefe durch Striche auf dem Gewinde gekennzeichnet. Ankerstangen in Edelstahl sind für den Außenbereich und Ankerstangen aus Stahl mit verzinkter Oberfläche sind für den

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Innenbereich.

Ankerstangen für Verbundanker

Diese Ankerstangen werden zusammen mit Verbundankern gesetzt. Verbundanker werden auch als Mörtelpatronen oder Hammerpatronen bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein Glasröhrchen, welches mit Epoxy-Harz gefüllt ist und in das Bohrloch eingesetzt wird, dann durch die Stange zerschlagen wird. Der Unterschied zu den Stangen für Injektionsmörtel ist, dass die Stange vorne zu einer 45° Kante geschnitten ist, welche das Glasrohr zerschlagen soll. Übrigens werden Verbundanker nicht mehr häufig gekauft, da der Injektionsmörtel meistens verwendet wird. Dieser lässt sich nicht nur bei mehr Baustoffen einsetzen, sondern ist auch deutlich günstiger und sicherer in der Anwendung.

Montage bei Verbundanker

Die Mörtelpatronen kann man nur bei ungerissenem Beton und Naturstein verbauen. Für alle anderen Baustoffe sollten Sie unbedingt auf Injektionsmörtel zurückgreifen.

Folgende Konstruktionen kann man mit Verbundanker durchführen:

  • Stahlkonstruktionen
  • Kabeltrassen
  • Leitplanken
  • Unterkonstruktionen
  • Maschinen

Doch kommen wir zur Montageanleitung:

  1. Achten Sie darauf, dass das Bohrloch die korrekte Tiefe für die Setzmarkierung der Ankerstange hat. Beachten Sie auch den Temperaturbereich und die passende Zulassung.
  2. Reinigen Sie das Bohrloch abwechselnd durch Bürste und Ausbläser.
  3. Setzen Sie die Patrone ein.
  4. Nun wird die Ankerstange durch eine Drehbewegung eingeschlagen.
  5. Beachten Sie die Aushärtezeit und berühren Sie die Ankerstange bis zur vollständigen Aushärtung nicht.
  6. Bringen Sie das Bauteil an, legen Scheibe und Mutter darüber und drehen die Mutter mit dem vorgegebenen Wert fest.

Das war es auch schon. Die Montage geht sehr schnell und ist ziemlich einfach. Von Vorteil ist, dass man keine Auspresspistolen oder ähnliches benötigt.

Ankerstangen für Injektionsmörtel

Bei der Montage mit Injektionsmörtel gibt es keine Schlagkante. Im Grunde ist der Aufbau und Ablauf nahezu identisch. Wenn man eine Silikonpresse oder andere Presspistole hat, dann ist die Montage mit Injektionsmörtel deutlich günstiger und ungefährlicher.

Montage mit Injektionsmörtel

Für folgende Baustoffe empfiehlt sich die Montage mit Injektionsmörtel:

  • Beton C20/25 (Druckfestigkeit 25 N/mm²)
  • Vollziegel
  • Lochstein (Hochlochziegel, Kalksandstein)
  • Leichtbeton (Gasbeton, Porenbeton, Bims)
  • Kalksandstein

Achten Sie unbedingt darauf, dass bei allen Steinen mit Löchern, wie beispielsweise Lochziegel, eine Siebhülse erforderlich ist, da ansonsten der Injektionsmörtel in die Löcher quillt und nicht im gewünschten Bohrloch bleibt. Das ist nicht nur ineffizient, sondern führt auch unter Umständen zu unsicherem Halt.

Ankerstangen mit Injektionsmörtel kann man bei vielen Konstruktionen anwenden:

  • Fassaden und Gerüste
  • Geländer und Handläufe
  • Hochregale
  • Holzkonstruktionen
  • Kabeltrassen
  • Konsolen
  • Leiter
  • Maschinen
  • Bewehrungsanschlüsse (nachträglich)
  • Stahlkonstruktionen
  • Treppen
  • Vordächer

Bei der Montage befolgen Sie am besten die Angaben des jeweiligen Herstellers, da es viele Einflussfaktoren gibt, wie die verschiedenen Materialien und Sonderfälle wie Bohrlöcher mit Wasser und vieles mehr. Im Grunde ist die Montage gleich mit der von Verbundankern. Der einzige Unterschied ist, dass Sie die Setztiefe selber markieren müssen und der Mörtel mit der passenden Presse injiziert wird.

Bei Fragen sind wir natürlich für Sie da! Viel Erfolg.

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