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Block

Das Wort Block stammt von dem mittelhochdeutschen plock oder ploch ab. Block ist ein seemännischer Begriff. Er bezeichnet ein Gehäuse, in welchem sich eine oder mehrere drehbare Scheiben befinden. Sie werden an Deck montiert, um das Tauwerk leichter ins Cockpit oder zu Winschen umlenken zu können. Wichtig ist dabei die richtige Dimensionierung der Scheiben, eine stabile Konstruktion und auch ein unter Belastung leicht laufendes Lager.




Anwendung

Blöcke kommen zum Einsatz, wenn die Zugrichtung von Tauwerk geändert werden soll oder wenn Leinen umgelenkt werden sollen. In beiden Fällen erleichtern Blöcke die Bedienung. Um größere Zugkräfte ausüben zu können, können mehrere Blöcke zu einem Flaschenzug, einer sogenannten Talje, kombiniert werden. Früher wurde das Gehäuse eines Blockes aus Holz gefertigt. Heute hat ein Block ein Gehäuse aus Kunststoff, Aluminium oder Stahl. Die Scheiben im inneren sind heutzutage aus Polyamid, Polyurethan oder Hartgewebe hergestellt. Die Scheiben verfügen entweder über ein Gleitlager oder sie sind kugelgelagert. Kugelgelagerte Scheiben dienen der Reduktion des Laufwiderstands, Scheiben mit Gleitlager erlauben höhere Belastungen und sind weniger wartungsintensiv. Das Einfädeln der Leine in einen Block wird Einscheren genannt. Vom Ausrauschen spricht man, wenn das Zugende unbeabsichtigt aus dem Block herausrutscht.

Verschiedene Blockmodelle für unterschiedliche Anwendungen

Die Bauform und die Größe von Blöcken werden der entsprechenden Verwendung angepasst. Man unterscheidet zwischen Mehrscheibenblock, Violinblock, Ratschblock, Regattablock und Klappblock.

Mehrscheibenblock

Wie es sich schon anhand des Namens vermuten lässt, enthält der Mehrscheibenblock mehrere Scheiben in einem Gehäuse. Die Scheiben drehen sich um eine gemeinsame oder um verschiedene Achsen.

Violinblock

Der Violinblock ist ebenfalls ein Mehrscheibenblock. Seinen Namen hat er aufgrund seiner Gehäuseform erhalten. Das Gehäuse erinnert nämlich entfernt an den Klangkörper einer Violine. Im Gehäuse befinden sich zwei verschieden große Scheiben auf zwei verschiedenen Achsen. Das Haupteinsatzgebiet von Violinblöcken befindet sich auf Jollen. Dort werden die Blöcke für Baumniederholertaljen verwendet.

Ratschblock

Ratschblöcke sind auch unter dem Namen Knarrblöcke bekannt. Es handelt sich bei Ratschblöcken um Einscheibenblöcke, deren Scheibe nur in einer Richtung, der Zugrichtung, drehbar ist. Auf diese Weise wird das Dichtholen und das Halten der Spannung erleichtert. Oft verfügen diese Blöcke über eine Freilauf-Einstellung, bei der die Blockierung entgegen der Zugrichtung mittels eines Hebels abgeschaltet wird. Die Freilauf-Einstellung hilft dabei, bei wenig Wind die Großschot gefühlvoller bedienen zu können.

Regattablock

Der Regattablock gehört zu den Einscheibenblöcken. Er hat einen besonders großen Scheibendurchmesser und ein reduziertes Gehäuse. Dadurch ergibt sich ein niedriger Widerstand bei geringerem Gewicht. Die Bezeichnung Regattablock bezeichnet nur die Bauform des Blockes und nicht eine Eignung zum Regatta segeln.

Klappblock

Nach Lösen einer Verriegelung kann das Gehäuse eines Klappblocks durch Aufdrehen oder Klappen geöffnet werden. Das hat den Vorteil, dass der Klappblock nachträglich auf eine gespannte Leine gesetzt werden kann, ohne dass die Leine eingefädelt werden muss.

Befestigung

Oft werden an Gehäusen von Blöcken Curryklemmen oder V-Klemmen angebracht. Dadurch kann die durch den Block laufende Leine direkt belegt werden. Mit belegen ist das Festmachen von Tauwerk an dazu geeigneten Vorrichtungen gemeint. Damit man sie befestigen kann, haben Blöcke feste Ösen oder Bügel am Gehäuse. Die drehbare Befestigungsmöglichkeit für einen Schäkel wird Wirbel genannt. Unter einem Hundsfott versteht man eine zusätzliche Öse zum Anknoten einer Leine.

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