Hutmuttern

Hutmuttern sind Muttern mit Hut! Alle Hutmuttern sind Sechskantmuttern. Von anderen Muttern unterscheiden sie sich dadurch, dass sie an einer Seite geschlossen sind. Ihr Innengewinde – das kann ein Normalgewinde oder ein Feingewinde sein – endet in einem sogenannten Sacklochgewinde. Sie haben einen Aufsatz – den Hut – , der der Mutter ihren Namen gegeben hat.

Hutmuttern haben gegenüber anderen Muttern zwei große Vorteile:

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Durch ihren runden Abschluss sorgen sie für mehr Sicherheit, und sie sehen außerdem hübsch aus.

Die Vorteile von Hutmuttern – mehr Sicherheit

Die Tatsache, dass Hutmuttern ein abgerundetes Ende haben, bietet zahlreiche Vorteile. Zunächst einmal wird die Schraube oder der Gewindebolzen, der mit der Mutter verschraubt wird, vor eindringendem Wasser und Schmutz geschützt und somit auch vor Rost. Die Hutmutter bildet quasi das Gegenstück zur verwendeten Schraube. Zum zweiten verhindert die Rundung am Ende der Mutter auch eine Beschädigung der anderen Bauteile. Und nicht zuletzt sorgt sie dafür, dass man sich nicht so leicht an ihr verletzt, wenn man an ihr hängenbleibt. Insgesamt bieten Hutmuttern also mehr Sicherheit als andere Muttern.

Hutmuttern dienen auch der Sicherheit der Schraubverbindung. Durch das Sacklochgewinde haben sie einen festen Halt und lassen sich nicht ohne weiteres lösen – zumindest nicht ohne Werkzeug. Dass diese Muttern von einer Seite geschlossen sind, bedeutet natürlich auch, dass man sie nur von einer Seite fest- oder losschrauben kann. Hierzu benötigt man entweder einen herkömmlichen Schraubenschlüssel oder einen Steckschlüssel. Außerdem sorgt die Rundung der Mutter für einen sauberen Abschluss – kein Schraubengewinde ragt heraus.

Kurz kann man sagen: Hutmuttern kommen immer dann zum Einsatz, wenn man für mehr Sicherheit sorgen will und wenn man das Verletzungsrisiko bei der Benutzung von Maschinen und Konstruktionen verringern möchte.

Wo werden Hutmuttern eingesetzt?

Hutmuttern sind nahezu universell einsetzbar. Man findet sie in ganz unterschiedlichen Bereichen.

Zum Beispiel kann man sie dazu benutzen, Radachsen zu befestigen, ob am Fahrrad oder am Auto. Allgemein eignen sie sich zur Verschraubung mit allen Transportmitteln, die bewegliche Bauteile haben, wie beispielsweise auch Anhänger.

Weiterhin findet man Hutmuttern an Maschinen, im Gerüstbau oder an anderen Metallkonstruktionen oder auch an Elektrogeräten jeglicher Art. Dadurch, dass Schraubverbindungen mit Hutmuttern eine höhere Sicherheit bieten, sind sie auch sehr beliebt in Konstruktionen für Kinder. Das können Baumhäuser oder Bollerwagen sein oder einfach Spielzeug und Spielgeräte im Allgemeinen.

Schließlich werden Muttern mit Hut auch gern als Zierlement eingesetzt, und auch Bastler haben sie für sich entdeckt.

Unterschiedliche Formen der Hutmuttern

Bei Hutmuttern unterscheidet man zwischen drei unterschiedlichen Formen: der hohen Form (DIN 1587), auch runde Hutmutter genannt, der niedrigen Form oder flachen Hutmutter (DIN 917) sowie der selbstsichernden Hutmutter mit Klemmteil (DIN 986).

DIN 1587 – die hohe Form

Diese hohe Form wird bei weitem am häufigsten eingesetzt. Die runde Hutmutter hat einen kugelförmigen Abschluss, den sogenannten Hut. Das Sacklochgewinde, das nach einer Seite hin abgeschlossen ist, dichtet die Verschraubung nach außen hin ab. Das hat einerseits den Vorteil, dass das Gewinde der Schraube dadurch weder beschmutzt noch beschädigt werden kann. Andererseits kann sich niemand an einer überstehenden Schraube verletzen.

DIN 917 – die niedrige Form

Die niedrige Form der Hutmutter ist an den Kanten zwar auch abgerundet, aber im Gegensatz zur hohen Hutmutter nicht kugelförmig, sondern abgeflacht. Der große Vorteil: Sie ist platzsparend. Ihre Verwendung bietet sich an, wenn man wenig Raum zur Verfügung hat und auch an engen Stellen und schlecht zugänglichen Bereichen. Beispiele wären die Befestigung von Fahrradachsen oder Autorädern, aber auch an Gerüsten wird nie niedrige Form gern benutzt. Auch hier hat man den Vorteil, dass die Schraube geschützt und das Verletzungsrisiko minimiert wird.

DIN 986 – selbstsichernde Hutmuttern

Selbstsichernde Hutmuttern mit Klemmteil sind in einigen Gewindegängen mit Kunststoff versehen, der sich beim Anziehen an die Schraube anschmiegt. Dieser Kunststoffring im Inneren der Mutter wird beim Verschrauben mit der Schraube verspannt. Das sorgt für einen höheren Kraftschluss und außerdem dafür, dass sich die Verschraubung nicht mehr – beispielsweise durch Vibration – eigenständig lösen kann. Auch ein unbefugtes Loslösen von außen wird natürlich verhindert.

Dass sich das Gewinde in den Kunststoff einschneidet, bedeutet auch, dass man Sicherheitsmuttern nur einmal verwenden kann. Selbstsichernde Hutmuttern als Alternative zu regulären selbstsichernden Muttern kommen immer dann infrage, wenn es darauf ankommt, das Gewinde vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen.

Formen und Materialien

Wie wir gesehen haben, sind Hutmuttern geradezu universell einsetzbar. Wir führen sie in allen gängigen Durchmessern, mit diversen Oberflächenbeschichtungen und in vielen verschiedenen Materialien.

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